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Der unsichtbare Beistand - Bildmeditation
Text: Johannesevangelium 14, 13–21 - Einheitsübersetzung neu
13 Alles, um was ihr in meinem Namen bitten werdet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird. 14 Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bitten werdet, werde ich es tun. 15 Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten. 16 Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll, 17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird. 18 Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, ich komme zu euch. 19 Nur noch kurze Zeit und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich, weil ich lebe und auch ihr leben werdet. 20 An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch. 21 Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.
Bildmeditation
Eine Schülerin
schreibt in ihr Heft.
Ein Lehrling
formt Holz mit seinen Händen.
Eine junge Frau
betreibt Sport.
Ein Feuerwehrmann
bereitet sich auf seinen Einsatz vor.
Eine Ärztin
schreibt, ordnet, sorgt.
Ein Bauarbeiter
setzt Ziegel auf Ziegel.
Eine Köchin
rührt Speisen im großen Topf.
Ein Verkäufer
wartet auf seine Kundschaft.
Eine Patientin
liegt in ihrem Krankenbett.
Neun Bilder.
Neun Leben.
'Ich werde den Vater bitten,
und er wird euch einen anderen Beistand senden,
der für immer bei euch bleibt.'
Es ist, als würde dieses Wort
in jedes dieser Bilder hineingesprochen.
Der Beistand ist nicht nur
für die großen Augenblicke gedacht.
Er kommt nicht erst,
wenn alles aus dem Ruder läuft.
Er ist da -
im Schreiben einer Schülerin,
im konzentrierten Arbeiten der Hände,
im gleichmäßigen Atem beim Laufen,
im sorgenden Blick,
im mühsamen Aufbau,
im stillen Ausharren.
Einen Beistand,
der begleitet.
Einen, der nicht von außen bestimmt,
sondern von innen stärkt.
Einen, der nicht drängt,
sondern trägt.
Er ist zu spüren
im Fleiß der Schülerin,
in der Genauigkeit des Handwerkers,
in der Kraft der Läuferin,
in der Verlässlichkeit des Feuerwehrmannes,
in der Hingabe der Ärztin,
in der Ausdauer des Bauarbeiters,
in der Sorgfalt der Köchin,
in der Freundlichkeit des Verkäufers,
in der Gelassenheit der Kranken.
Für immer.
Das heißt: kein Moment ist leer.
Kein Ort ist verlassen.
Der Beistand ist nicht spektakulär.
Er ist wie ein stilles Licht,
das nicht blendet.
Er ist da,
wo ein Mensch ganz bei dem ist, was er tut.
Er ist da,
wo Leben ernst genommen wird
in Freude und in Mühe.
Hier beginnt Glaube:
nicht im Außergewöhnlichen,
sondern im Vertrauen,
dass mitten im Gewöhnlichen
Gott da ist.
Heute.
Hier.
In deinem Bild.