Ablehnung kann Gottes Plan nicht aufhalten
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Bild oben: Weinberg

Bild mitte: Wachtturm im Weinberg

Bild unten: Weinpresse im Weinberg

Ablehnung kann Gottes Plan nicht aufhalten

Text: Markusevangelium 12, 1-9 - Übersetzung: Hoffnung für alle

1 Dann erzählte Jesus ihnen ein Gleichnis: 'Ein Mann legte einen Weinberg an, zäunte ihn ein, stellte eine Weinpresse auf und baute einen Wachturm. Dann verpachtete er den Weinberg an einige Weinbauern und reiste ins Ausland. 2 Zur Zeit der Weinlese beauftragte er einen Knecht, den vereinbarten Anteil an der Ernte abzuholen. 3 Aber die Weinbauern packten den Knecht, schlugen ihn nieder und jagten ihn mit leeren Händen davon. 4 Da schickte der Besitzer einen zweiten Boten. Dem schlugen sie den Kopf blutig und verhöhnten ihn. 5 Den dritten Boten des Weinbergbesitzers brachten sie um. Immer wieder versuchte der Besitzer, zu seinem Ernteanteil zu kommen. Doch alle, die in seinem Auftrag hingingen, wurden verprügelt oder sogar getötet. 6 Nun blieb nur noch einer übrig: sein einziger Sohn, den er sehr liebte. Ihn schickte er zuletzt. 'Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben', sagte er sich. 7 Aber die Weinbauern waren sich einig: 'Das ist der Erbe! Los, den bringen wir um, und dann gehört der Weinberg uns.' 8 Sie packten ihn, brachten ihn um und warfen ihn zum Weinberg hinaus. 9 Was, meint ihr, wird der Besitzer jetzt wohl tun? Er wird selbst kommen, die Weinbauern töten und den Weinberg an andere verpachten.

Worte des Lebens für uns

Jesus kannte Ablehnung. Diese begleitete ihn während seines öffentlichen Wirkens ständig. Im Gleichnis von den Weingärtnern spricht er erneut darüber und zugleich über Gottes Plan, der trotz allem sein Ziel erreicht.

Jesus erzählt von einem Mann, der einen Weinberg anlegt und ihn Pächtern übergibt. Als die Zeit der Ernte kommt, schickt er Knechte, um seinen vereinbarten Anteil einzufordern. Doch die Pächter schlagen sie, beschimpfen sie und töten sie. Schließlich sendet der Besitzer seinen geliebten Sohn - auch ihn bringen sie um.

Jesus spricht diese Worte in Jerusalem wenige Tage vor seiner Kreuzigung. Die "Pächter" stehen symbolisch für die damaligen geistlichen Führer Israels, die die Propheten abgewiesen haben und nun auch den Sohn ablehnen. Die Botschaft ist klar: Die Ablehnung des Gesandten Gottes ändert nichts daran, dass Gott sein Reich - das Reich der Liebe - errichten wird. Sein Plan, sein Reich, seine Liebe lassen sich nicht blockieren. Gott findet immer neue Wege.

Gottes Plan ist unendlich größer als menschliche Ablehnung. Menschen können Gottes Liebe ablehnen, aber sie können sie nicht aus der Welt schaffen. Wer sich zu Jesus stellt, kann auf Widerstand stoßen - in der Familie, im Freundeskreis oder am Arbeitsplatz. Jesus verschweigt das nicht, sondern macht Mut: Ablehnung ist kein Zeichen des Scheiterns, sondern oft ein Hinweis darauf, dass wir in seiner Spur gehen. Das Erstaunliche ist: Gottes Antwort ist nicht Rache, sondern Hingabe. Der Sohn geht den Weg der Ablehnung bis ans Kreuz - und gerade dadurch erfüllt sich Gottes Plan der Liebe, die bis zum Äußersten geht.