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Der Stein, der alles trägt - Bildmeditation
Text: Matthäusevangelium 21, 42 - Einheitsübersetzung neu
42 Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; vom Herrn ist das geschehen und es ist wunderbar in unseren Augen?
Bildmeditation
Steine.
Unzählige Steine.
Große und kleine,
helle und dunkle,
glatt behauene und rau schroffe.
Aus ihnen wächst ein Haus.
Doch nicht jeder Stein
erfüllt dieselbe Aufgabe.
Manche füllen die Mauern,
andere spannen Bögen,
ein Schlussstein
hält das Gewölbe zusammen,
und ein Grundstein
trägt die Last des Ganzen.
Jesus spricht
von einem besonderen Stein:
"Der Stein,
den die Bauleute verworfen haben,
er ist zum Eckstein geworden."
Die Bauleute hatten ihn gesehen
und für unbrauchbar erklärt.
Sie glaubten zu wissen,
welcher Stein in ihr Bauwerk passt
und welcher nicht.
Doch Gott baut anders.
Was Menschen verwerfen,
kann für Gott kostbar sein.
Was Menschen übersehen,
kann bei Gott Bedeutung haben.
Was Menschen an den Rand drängen,
kann bei Gott in der Mitte stehen.
Plötzlich spricht dieses Wort
nicht mehr nur von Jesus.
Es spricht auch von uns.
Wir bauen unser Leben
nach eigenen Plänen.
Wir entscheiden, was zählt:
Erfolg, Ruhm, Besitz,
Leistung, Sicherheit.
Und manches,
was Jesus lebt und vorlebt,
scheint uns wenig geeignet:
Barmherzigkeit.
Sanftmut.
Vergebung.
Gewaltlosigkeit.
Vertrauen auf Gott.
Jesus sagt:
Aus genau diesen Steinen
baut Gott sein Reich.
Die Collage zeigt einen Bogen.
Oben ist das Christuszeichen
eingemeißelt.
Sie zeigt ein Gewölbe.
In seiner Mitte das Lamm -
Symbol für Christus,
der nicht durch Gewalt siegt,
sondern durch Hingabe und Liebe.
Sie zeigt mächtige Mauern
mit Ecksteinen.
Und schließlich den Grundstein
mit der Inschrift:
JESUS CHRISTUS
ALLEIN
IST DER GRUND.
Das ist die Frage,
vor die uns Matthäus 21,42 stellt:
Was trägt dein Leben?
Was bleibt dir,
wenn Sicherheiten zerbrechen?
Was hält dich,
wenn Menschen dich enttäuschen?
Was trägt dich,
wenn deine eigene Kraft versagt?
Jesus lädt uns ein,
unser Lebenshaus
nicht auf Angst zu bauen,
nicht auf Leistung,
nicht auf Besitz,
nicht auf die Anerkennung anderer.
Sondern auf das,
aus dem er selbst gelebt hat:
auf das grenzenlose Vertrauen
in die Nähe und Liebe Gottes.
Dann wird Christus
zum Eckstein meines Lebens.
Und unter unserem ganzen Leben
ruht die Verheißung:
Du bist getragen.
Du bist gehalten.
Du kannst nie tiefer fallen
als in Gottes Hände.