Gefangen in Angst - befreit von Angst durch Urvertrauen auf Gott

Gottes Wort ist für uns Anleitung zum Urvertrauen auf IHN

Wir haben eine ständige Begleiterin, der wir nie ausweichen können. Für die einen ist sie Gegnerin oder Feindin, die sie bekämpfen wollen, für andere ist sie Freundin, die sie umarmen. Freundin ist sie auch für mich: DIE ANGST.

Durch die ganze Geschichte der Menschheit ist Angst ein bestimmender Faktor. Auch unseren Schwestern und Brüdern in der Tierwelt ist Angst gut bekannt.

Laut einer Umfrage standen unter Deutschen im vergangenen Jahr folgende Ängste ganz vorne: Angst, dass Leben und Wohnen nicht leistbar sind. Angst vor Überfremdung durch unkontrollierte, ungeregelte Zuwanderung von ausländischen Menschen. In der Folge Angst, dass der Sozialstaat überfordert wird. Angst vor der Spaltung der Gesellschaft. Angst vor dem Zusammenbruch der Wirtschaft. Angst, dass weltweit autoritäre Herrscher immer mächtiger und Demokratien immer schwächer werden. Angst vor politischem Extremismus.

Im Folgenden will ich auf Ängste eingehen, von denen alle Menschen von den Anfängen des Menschen bis heute betroffen sein konnten und können. Und gleichzeitig will ich antworten mit Bewältigung dieser Angst durch Urvertrauen auf Gott.

Urvertrauen

Ein Kind wird von seinem Vater in die Höhe geworfen. Das macht dem Kind keine Angst, sondern bereitet ihm größtes Vergnügen. Es genießt das Schweben in der Luft. Es kann gar nicht genug davon kriegen und ruft dem Papa zu 'nochmal ... nochmal ... bitte nochmal'. Das ist Urvertrauen. 'Der Papa fängt mich auf, er lässt mich nicht fallen.' Im besten Fall bringen Kinder ihren Eltern absolutes Vertrauen entgegen. Sie fühlen sich in sicheren Händen beschützt, geborgen und gut aufgehoben.

Bald machen Heranwachsende Erfahrungen, dass auf Menschen nur bedingt Verlass ist. Das Buch der Psalmen in der Bibel des Alten Testamentes spricht davon: 'Es ist viel besser, beim HERRN Schutz zu suchen, als sich auf Menschen zu verlassen.' (Psalm 118, 8) Besser ist es, auf den zu vertrauen, der mich bis in mein Innerstes kennt und versteht. Der mir seine unendliche Liebe schenkt, ohne eine Gegenleistung dafür zu erwarten. Der mich trägt und hält, gerade auch in den schweren Zeiten meines Lebens. Der zu mir steht, auch wenn ich Fehler gemacht habe. Gott ist vollkommen wahr, anders als ein Mensch, dessen Verhalten sich oft schwer einschätzen lässt oder unzuverlässig ist.

Urvertrauen auf Gott lernen

Das ist für mich ein ständiger Prozess. Täglich spreche ich die folgenden Sätze ein- oder mehrmals, jeden Satz jeweils dreimal hintereinander. Das häufige Wiederholen bewirkt ihr Einsickern ins Unbewusste. Vom Unbewussten aus werden sie in mir lebendig:
'Dreieiner Gott, ich danke dir, dass du mich mit Urvertrauen erfüllst.' (3 Mal)
'Dreieiner Gott, ich danke dir, dass ich in dir wunderbar geborgen bin.' (3 Mal)
'Dreieiner Gott, in deine grenzenlose Liebe lasse ich mich fallen.' (3 Mal)

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Das Bild von der geöffneten Konservendose sagt mehr als tausend Worte. Im Wort 'Angst' steckt Enge, Eingeengt-, Gefangensein. Urvertauen auf Gott ist wie die Hand, die befreit.

Gefangen in Angst nicht geliebt zu sein

Geliebt, angenommen, anerkannt, geschätzt zu sein, ist ein menschliches Grundbedürfnis, eine wichtige Säule im Leben. Wenn uns andere Menschen mit positiver Zuwendung, Anerkennung und Wertschätzung begegnen, stärkt dies unsere Lebensfreude und unseren Lebenssinn. Wenn andere uns ablehnen, uns meiden und ausgrenzen, dann fehlt die genannte Lebenssäule oder bricht zusammen. Das löst in uns Angst aus.

Befreit von Angst nicht geliebt zu sein durch Urvertrauen auf Gott

Ich lerne zu vertrauen, dass der mütterlich und väterlich ewig Liebende mich unendlich gern hat, und mich annimmt, wie ich bin, mich annimmt mit meinem ganzen Wesen, mit meiner ganzen Person, mit meiner ganzen Lebensgeschichte. Ich lerne zu vertrauen, dass ER niemals aufhört mich zu lieben.

Gefangen in Angst nichts wert zu sein

Wer von klein auf erfährt, dass er für niemanden wertvoll und wichtig ist, wer hören muss, 'du bist nichts', 'du kannst nichts', 'du bist zu allem zu dumm', wem Menschenwürde versagt bleibt, mit wem respektlos umgegangen wird, wer verachtet wird, hat es schwer, Selbstwert und Selbstvertrauen aufzubauen. Selbstzweifel und Angst, Hass auf sich selbst, Depressionen bis zur Verzweiflung werden die Folge sein.

Befreit von Angst nichts wert zu sein durch Urvertrauen auf Gott

Ich lerne zu vertrauen, dass der mütterlich und väterlich ewig Liebende mir von Anfang an bedingungslosen Wert und unverlierbare Würde verliehen hat, die mir niemand nehmen kann.

Gefangen in Schuldangst

Unsere Welt kann erbarmungslos sein. Bloßstellung, Anklage, Schuldzuweisung, an den Pranger stellen, über andere richten und den Stab brechen, Verurteilen und Schuldspruch sind gang und gäbe. Diese verursachen Schuldgefühle und Schuldangst bis hin zu seelischer Krankheit oder Suizid.

Befreit von Schuldangst durch Urvertrauen auf Gott

Ich lerne zu vertrauen, dass der mütterlich und väterlich ewig Liebende mich niemals anklagt, mich niemals schuldig spricht und verurteilt, sondern mich annimmt, was auch immer durch mich geschehen ist, geschieht und geschehen wird. ER verurteilt die Sünde und liebt den Sünder.

Gefangen in Angst vor dem Verlust des Lebens

Wir wissen um die Vergänglichkeit unseres Lebens, dass irgendwann die Stunde kommt, da wir Abschied nehmen müssen von unserem Leben. Dieses Wissen macht uns Angst; denn im Normalfall hängen wir am Leben und wollen es nie verlieren. Manche weichen dem Gedanken an das eigene Lebensende aus und verdrängen ihn, bis er sich nicht mehr verdrängen lässt.

Befreit von Angst vor dem Verlust des Lebens durch Urvertrauen auf Gott

Ich lerne zu vertrauen, dass der mütterlich und väterlich Liebende mich am Beginn meines Lebens in seine liebenden Arme genommen hat und nie mehr aus seinen liebenden Armen fallen lässt. Ich lerne zu vertrauen, dass Leben ständige Verwandlung ist und auch unser Sterben Verwandlung ist in neues Leben. Ich lerne zu vertrauen, dass mich der ewig Liebende in meinem Sterben heimtragen wird in seine Himmelsherrlichkeit.

Gefangen in Ungewissheit und Zukunftsangst

Die Zukunft können wir nur bedingt planen. Sie bleibt uns ungewiss. Wir wissen nicht, was im nächsten Moment, was morgen und im kommenden Jahr mit uns geschieht. Das macht uns unsicher und ängstigt uns.

Befreit von Ungewissheit und Zukunftsangst durch Urvertrauen auf Gott

Ich lerne zu vertrauen, dass meine Zeit, meine Zukunft mit allem, was kommt, in den Händen des mütterlich und väterlich ewig Liebenden ruht. Ich lerne zu vertrauen, dass ER unendlich gut ist, dass ER grenzenlos gut zu mir ist, dass ER alles gut macht und alles gut ausgehen lässt, und dass ich in SEINER ewigen Güte gut aufgehoben bin.