Jesu Geist - die unerschöpfliche innere Ressource

Text: Johannesevangelium 15, 26-27 und 16, 1–11 - Übersetzung: Hoffnung für alle

15, 26 'Wenn ich beim Vater bin, will ich euch den Helfer senden, von dem ich gesprochen habe, den Geist der Wahrheit. Er wird vom Vater kommen und bezeugen, wer ich bin. 27 Und auch ihr werdet meine Zeugen sein, denn ihr seid von Anfang an bei mir gewesen. 16, 1 Ich sage euch das alles, damit ihr nicht an mir zu zweifeln beginnt und aufgebt. 2 Denn man wird euch aus der Gemeinschaft des jüdischen Volkes ausschließen. Ja, es wird so weit kommen, dass man meint, Gott einen Dienst zu erweisen, wenn man euch tötet. 3 Zu all dem werden Menschen fähig sein, weil sie meinen Vater und mich nicht kennen.' 4 'Ich sage euch das, damit ihr euch später daran erinnert und nicht überrascht seid, wenn dies alles eintrifft. Bisher war es nicht nötig, davon zu reden, weil ich ja bei euch war. 5 Jetzt aber gehe ich zu dem, der mich gesandt hat. Keiner von euch fragt mich, wohin ich gehe, 6 denn ihr seid voller Trauer über meine Worte. 7 Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist besser für euch, wenn ich gehe. Sonst käme der Helfer nicht, der an meiner Stelle für euch da sein wird. Wenn ich nicht mehr bei euch bin, werde ich ihn zu euch senden. 8 Und ist er erst gekommen, wird er den Menschen die Augen für ihre Sünde öffnen, für Gottes Gerechtigkeit und sein Gericht. 9 Ihre Sünde ist, dass sie nicht an mich glauben. 10 Gottes Gerechtigkeit erweist sich darin, {dass er sich zu mir bekennt}. Denn ich darf zum Vater gehen, auch wenn das bedeutet, dass ihr mich nicht mehr sehen werdet. 11 Und Gottes Gericht zeigt sich daran, dass der Teufel, der Herrscher dieser Welt, bereits verurteilt ist.'

Gottes Wort ist Licht auf unserem Lebensweg

Unser Leben sei ein Fest.
Jesu Geist in unserer Mitte.
Jesu Werk in unseren Händen,
Jesu Geist in unseren Werken.

Jesu Geist ist in unserer Mitte, in unserer Herzensmitte, in unserer Seelenmitte. Er ist Gottes Geschenk an uns, um für immer in uns zu sein. Wir brauchen ihn uns nicht zu verdienen. Wir brauchen ihn nicht herbeizubitten. Wir machen uns bewusst, danken ihm und freuen uns, dass er da ist - in uns.

Am Beginn unseres Lebens haben wir ihn empfangen. Er hat uns gedacht, er hat uns geschaffen, darum sind wir. Keine Sekunde könnten wir ohne ihn atmen, kein einziges Mal würde unser Herz schlagen ohne ihn, keinen Moment würden wir ohne ihn leben.

Jesus nennt ihn Helfer. Wir sagen unerschöpfliche innere Ressource, unerschöpfliche innere Hilfsquelle, unerschöpflicher innerer Lebensquell, innere Weisheit, positive Kraft, nur positive, auf die ich immer zugreifen kann.

Jetzt begebe ich mich auf eine innere Reise. Ich komme an einem inneren sicheren Ort an. Ich stelle mir vor, durch eine Tür zu gehen und diesen Ort in mir zu betreten. Äußerlich und innerlich komme ich zur Ruhe. Ich spüre meinen Atem. Ich nehme meinen Körper auf der Unterlage wahr, auf der ich liege. Ich lasse mich los und fühle mich getragen, aufgehoben und geschützt. Die Unruhe in mir löst sich auf. Ich nehme mir Zeit, die ich für die Reise zu mir selbst brauche.

Wenn ich bei mir angekommen bin, schließe ich meine Augen und spreche:

Du atmest in mir, Jesu Geist.
Du brennst in mir, Jesu Geist.
Du wirkst in mir, Jesu Geist.
Du durchdringst mich, Jesu Geist.
Jesu Geist, ich ersehne dich.

Du befreist mich von negativen Gedanken, Jesu Geist.
Du nimmst die Angst von mir, Jesu Geist.
Du löst mich von der Befürchtung, dass ein Unglück geschieht, Jesu Geist.
Du erfüllst mich mit Urvertrauen zu dir, Jesu Geist.
Jesu Geist, ich ersehne dich.

Du lässt mich Jesu Botschaft tiefer erfassen, Jesu Geist.
Du lässt mich den mütterlich und väterlich ewig Liebenden erfahren, Jesu Geist.
Du lässt mich Gottes Wertmaßstäbe entdecken und umsetzen, Jesu Geist.
Du lässt mich das Reich Gottes leben lernen, Jesu Geist.
Jesu Geist, ich ersehne dich.

Du stärkst mein Gottvertrauen, Jesu Geist.
Du vermehrst meine Hoffnung auf dich, Jesu Geist.
Du entzündest in mir das Feuer der Liebe zu Gott, zu mir und zu allen deinen Geschöpfen, Jesu Geist.
Du bist mein Trost, mein Licht und meine Zuversicht, Jesu Geist.
Jesu Geist, ich ersehne dich.

Jetzt bleibe ich noch eine Weile ruhig, entspannt und gelöst. Nach dieser Weile atme ich dreimal tief ein und aus, öffne meine Augen und komme von meiner Reise zurück ins Hier und Jetzt.